TOURISTISCHE

Gmina WYMIARKI

Gemeinde Wiesau/ Niederschlesien

 

BEZIRK: Lubuskie * KREIS ¯agañ/ Sagan

 

 

von Maciej Boryna

 

I. ALLGEMEINE CHARAKTERISTIK

 DER GEMEINDE WYMIARKI

 

Gemeinde WYMIARKI (ehem. Wiesau) liegt im nordwestlichen Teil der LUBUSKI Woiwodschaft, Kreis ¯agañ (ehem. Sagan). Sie grenzt an folgende Gemeinden: im Norden ¯ary (ehem. Sorau), im Osten I³owa (ehem. Halbau), im Süden Gozdnica (ehem. Freiwaldau) und im Westen Przewớz (ehem. Priebus).

Die geografische Lage der Gemeinde ist für den ¯agañski Kreis von strategischer Bedeutung, denn sie bildet eine Art von der Brücke zwischen dem Kreis und unseren westlichen Nachbarn, Deutschland.

 

Gesamtfläche der Gemeinde: 6 309 ha, darunter:

-        Wald : 64 %

-        Landwirtschaftlich genutzte Flächen: 29 %

-        Investitionsgebiete : 6 %

-        Gewässer und andere: 1 %

 

Bevölkerung : 2 596 Einwohner ( im Jahr 2002)

 

Gemeinde Wymiarki umfasst folgende Ortschaften:

1.     Wymiarki

2.     Witoszyn Dolny

3.     Witoszyn Górny

4.     Lutynka

5.     Silno Ma³e

6.     Lubieszów

7.     Lubartów

 

Bis zum nächsten Grenzübergang in Przewớz sind es 12 km.

 

Gemeindeverwaltug:

Gemeindeverwaltung Wymiarki                                

Bürgermeister: Ing. Zdzis³aw Lubas

Straße: ul. Ksiêcia Witolda 5

Postleitzahl: PL 68-131 Wymiarki

Tel. + 48 68 360 04 45

Fax. + 48 68 360 04 62

E-Mail : ugwymiarki@interia.pl oder ugwymiarki@poczta.onet.pl

 

 

II. NATUR DER GEMEINDE WYMIARKI

 

Gemeinde Wymiarki ist von zwei Mesonregionen umschlossen. Im Norden sind es ¯arskie Anhöhen, und im Süden Niederschlesische Heide.

Die Anhöhen sind ein Teil der Stirnmoräne aus der mittel-polnischen Eiszeit. Sie erreichen die Höhe bis zu 200 m über dem Meeresspiegel. Es handelt sich um sog. „Cygañskie Góry“ (Zigeuner Berge).

Auf einer flachen Ebene, in südwestlicher Richtung geneigt, erstreckt sich die Niederschlesische Heide.

Es ist eine Terasse des Breslau-Magdeburger Urstromtales und des alluvialen Kegels des Lausitzer Neiße.

Der Wald umfaßt die Fläche von 3 991 ha Wald, was ca .64% der gesamten Fläche der Gemeinde ausmacht.

Diese dicht bewaldete Region mit ihrer überregionaler Bedeutung stellt WYMIARKI unter den interessantesten Gemeinden des Grenzgebietes. Die Niederschlesische Heideselber gehört zu den größten Waldflächen in Mitteleuropa.

Ihre Flora begeistert mit ihrer Vielfalt. Schilf und Gestrüpp, einmalige Sumpflandschaft , moosbedeckte Stellen, Erlenwald, Torfmoore und sumpfige Wälder verleihen dieser Gegend einen besonderen Eindruck.

Das Tierreich ist hier reichlich durch Hirsch, Reh, Wiledschwein, Fuchs und Marderhund vertreten. Nicht zu vergessen ist der unter Naturschutz stehende Siebenschläfer.

Elche und Wölfe haben sich die Umgebung von Wymiarki zu ihrem Migrationsgebiet ausgesucht.

Unter den Vögeln begegnet man Auerhahn, Birkhahn, Seeadler, Storch, Gabelweihe und Fichtenkreuzschnabel.

Sonnentau, Sumpfpflanzen, Rauschbeere und Königsfarn gehören zu den unter Naturschutz stehender Vertretern der Pflanzenwelt in der Gemeinde Wymiarki.

Bei den bewaldeten Flächen handelt es sich zum größten Teil um den Mischwald, wobei der Kiefernwald überwiegt.In Tälern der Wasserläufe und anderen Vertiefungen sind noch Spuren von Sumpf- und Erlenwald zu finden.

Hier begegnet man auch Pflanzen, die von „ausserhalb“ stammen, wie z.B. Edelkastanienbaum.

Unter den sechs Gattungen der hier lebenden Reptilien sind 2 Eidechsen erwähnenswert, und vor allem, Schlingnatter, der vom Aussterben bedroht ist.

Zahlreiche Gewässer sind für viele Lurche ein Z uhause und die Molche, die ihre Heimat in den Bächern gefunden haben, bestätigen noch mal die Sauberkeit des Wassers in dieser Gegend.

 

III. HISTORISCH - LANDESKUNDLICHES BILD

DER GEMEINDE WYMIARKI

Quelle  :  Diplomarbeit von Frau Magister Czes³awa Sobkớw

 

1. LUTYNKA (ehem. Leuthen) ist die älteste Siedlung der Gemeinde. Dieses Dorf gibt es schon seit dem 10. Jh. Im 11.Jh wurde hier eine hölzerne Kirche gebaut, was auf die wachsende Bedeutung des Dorfes zurückzuführen ist.

Auf den bis zur heutigen Zeit erhaltenen Postkarten ist 1082 als Baujahr zu erkennen. Im 14. Jh. wurde die Kiche umgebaut, es wurden die Feldsteine eingesetzt.

Sie befindet sich heutzutage unter der Obhut des woiwodschaftlichen Denkmalpflegers.

 

2. Jünger als Lutynka ist WITOSZYN DOLNY (ehem. Nieder Hartmannsdorf). Die günstige Lage an der Handelsstrasse von ¯agañ über Przewóz nach Bautzen (Budziszyn) beeinflußte die Entwicklung des Dorfes. Im 14.Jh. war WITOSZYN ein Teil des ¯agañski Fürstentumes. Im 15.Jh übte hier seine Macht Jan aus, der sich mit seiner Grausamkeit einen schlechten Ruf verdient hat.

Er führte nämlich einen Streit mit eigenem Bruder, Baltasar, dem Fürsten von Przewóz.

1472 liess Jan seinen Bruder festnehmen, in einen Turm einmauern und damit hat er ihn zum Tode verurteilt.

Doch sein Gewissen ließ ihm keine Ruhe aber als er auf dem Weg zu Baltasar war, verunglückte er. In der Nähe von der Kirche scheute sein Pferd, er fiel zum Boden und holte sich zahlreiche Verletzungen. Der Sage nach ist sein Bruder zur gleichen Zeit gestorben.

 

Diese Ereignisse wurden auf einer Gedenktafel an der kirchener Mauer in WITOSZYN DOLNY niedergeschrieben und somit verewigt.

Nachdem der Piast Geschlecht ausgestorben war, geriet das Fürstentum unter die deutsche Herrschaft. Während des 30jährigen Krieges gehörte es dem Oberbefehlshaber des kaiserlichen Heeres, Albrecht Wallenstein. Nach seinem Tode gelangte das Fürstentum in die Hände der eingedeutschter Familie tschechischer Herkunft, Familie Lobkowitz.

1776 wurde es weiter an den Fürsten Piotr Biron verkauft, dessen Tochter 1809  Edmund Talleyrand Perigord heiratete.

Bis 1945 befand sich der größte Teil ( über 70 % ) der bewaldeten Fläche im Besitz der Nachkommen von Dorota Brion und Edmund Perigord.

Bis zu den heutigen Tagen blieben Familienwappen dieses Stammes an den Wänden der Forsthäuser erhalten.

Das älteste Gebäude in WITOSZYN stammt aus dem Jahr 1346. Es ist eine Kirche mit Triptychon im gotischen Stil, das sich ursprünglich in Lutynka befand und im 18.Jh. nach WITOSZYN gebracht wurde.

 

3. Unmittelbar an Witoszyn grenzt das Dorf WYMIARKI, wobei die Grenze zwischen den beiden Ortschaften nur durch ein Straßenschild zu erkennen ist.

Die Entstehungsgeschichte dieses Ortes geht auf das 15.Jh zurück. Hier kreuzten sich die Verkehrswege ¯agañ-Budziszyn und ¯ary-Zgorzelec.

Genau an der Kreuzung stand damals ein Wirtshaus, später auch „Mordkretscham“ genannt. Hier hielten sich die Fürsten auf, die auf dem Weg nach Przewóz waren.

Dieser Name ist auf die Ereignisse im 15.Jh, zurückzuführen. Der Wirt namens Wenzel sollte viele von den Gästen des Wirtshauses umgebracht haben.

Nach einem Brand wurde das Haus wiederaufgebaut, um letzendlich 1958 abgerissen worden zu sein.    

 

 

IV. DENKMÄLER IN DER GEMEINDE WYMIARKI

 

1. Lubartów (ehem. Qumälisch)

Es ist eine junge Siedlung, am Ende 19 Jh. als Walddorf entstanden.

 

2. Lubieszów (ehem. Liebsen)

Gegrûndet im 12 Jh., ein Bauerdorf mir einem Gut aus 20 Jh.

 

3. Lutynka (ehem. Leuthen)

Gegrûndet im 13 Jh (?), manche Quellen sagen 10 Jh. Eine spätromanische Kirche aus Feldstein gebaut, zwei Sûhnekreuze aus 1418, Ein Friedhof aus 19 Jh. 1940-1945 ein Zwangsarbeitlager mit 50 polnischen Arbeitern.

 

4. Silno Ma³a (ehem. Klein Selten)

Gegrûndet im 16/17 Jh. Ein Dorf im Waldgehaue eingerichtet.

 

5. Witoszyn Dolny (ehem. Nieder Hartmannsdorf)

Gegrûndet im. 13 Jh. Katholische Kirche St. Michael aus 14 Jh, Evangelische Kirche aus Anfang 19 Jh, Windmûhle aus Mitte 19 Jh, Pfarrhaus aus 19 Jh. (heute Fortshaus), Wegekapelle aus 18/19 Jh., Friedhof aus 1. Hälfte 19 Jh.

 

6. Witoszyn Górny (Ober Hartmannsdorf)

Gegrûndet im 14 Jh., ein Bauerdorf im Waldumland gelegen. Ein Friedhof aus 19 Jh. (nach 1945 geschlossen).

 

7. Wymiarki (ehem. Wiesau)

Gegrûndet im 17 Jh., wichtige Glasindustrieortschaft. Im 1657 entsteht die erste Glashûtte im Besutz von Wac³aw Euzebiusz von Lobkowitz. Ein Schloß aus Anfang 20 Jh. (heute Fortsamt), eine Schule aus 19 Jh., ein Bahnhof aus 19 Jh., Glashûtte aus 19 Jh., ein Friedhof aus 19 Jh.

 

 

V. HEIMATSTUBE DER GEMEINDE WYMIARKI

Die Heimatstube der Gemeinde Wymiarki in Witoszyn Dolny wurde im Rahmen des Entwicklungsprogramms der Gemeinde durch Maciej Boryna aus dem Verein der Niederschlesichen Heide im Frûhling 2003 geõffnet. Die Heimatstube ist eine Zweigestelle des Museums in Szprotawa (ehem. Sprottau). Sie besteht aus Bûchersammlung, Aufnahmen, Landkarten und verschidenen Gegenständen , die mit der Geschichte der Gemeinde zu tun haben.

Anschrift:

Izba Historii

Straße: ul. II Armii WP 24

Witoszyn Dolny

Postleitzahl: PL 68-131 Wymiarki

 

 

VI. TOURISTISCHE AUSKUNFTSTELLE

Die Auskunftstelle befindet sich im Gebäude der Bibliothek und der Heimatstube, um den Interressierten zuständig helfen zu kõnnen. Dort finden Sie u.a. die Adressen der Gasthäuser und Beschreibung unseres Wanderweges „Szklany Szlak“.

Anschrift:

Informacja Turystyczna

Straße: ul. II Armii WP 24

Witoszyn Dolny

Postleitzahl: PL 68-131 Wymiarki

 

Deutschsprächiger Reisefûhrer und Heimatforscher:

Maciej Boryna, Tel. + 48 600 831 786

Email: borydolnoslaskie@interia.pl

http://borydolnoslaskie.w.interia.pl

 

Klicken Sie auch im Internet:

http://ugwymiarki.w.interia.pl oder www.wymiarki.pl

http://sprottau.adventure.w.interia.pl

 

Wir laden Sie herzlich zur Erholung nach Geimeinde Wymiarki ein!

 

 

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Ostatnia aktualizacja: 14 sierpnia 2004

tel. 0 600 831 786